Die Anforderungen an Analytiklabore steigen stetig - von kürzeren Durchlaufzeiten über sichere Datenqualität bis hin zu ressourcenschonenden Prozessen. Die automatisierte Probenvorbereitung bietet hier ein hohes Potenzial, Arbeitsabläufe zu standardisieren, Fehlerquellen zu minimieren und gleichzeitig den Einsatz von Chemikalien, Verbrauchsmaterialien und Personalressourcen zu optimieren.
Im Seminar gibt Dr. Hans-Joachim Hübschmann - Lebensmittelchemiker, Analytikspezialist und Autor anerkannter Fachbücher zur GC-MS und Probenvorbereitung - einen praxisorientierten Überblick der aktuellen technischen Möglichkeiten zur Umsetzung automatisierter Workflows in GC- und LC-basierten Laboren.Anhand typischer Anwendungen, von QuEChERS über SPE bis hin zu Derivatisierungen, zeigt er auf, wie analytische Laboratorien durch Automatisierung nicht nur Effizienz und Reproduzierbarkeit verbessern, sondern auch personelle Engpässe abfedern können und gleichzeitig regulatorische Anforderungen besser erfüllen. Das Seminar bietet damit eine fundierte Entscheidungsgrundlage für alle, die bestehende Abläufe in der Probenvorbereitung weiterentwickeln oder neue Automatisierungskonzepte etablieren möchten.
Zielgruppe
Dieses praxisnahe Tagesseminar richtet sich an
- Laborleiter:innen, Qualitätsverantwortliche und Projektleiter:innen mit Interesse an Digitalisierung und Effizienzsteigerung
- Geräteanwender:innen aus der instrumentellen Analytik (GC, LC, MS), die manuelle Prozesse automatisieren möchten
- Entwickler:innen und Spezialist:innen für Methodenvalidierung und Standardisierung
- Fachkräfte in Routine- und Auftragslaboren, die mit hoher Probenzahl und Zeitdruck arbeiten
Lernziele
Nach dem Seminar können Sie…
- bewerten, welche Prozesse Ihrer Probenvorbereitung automatisiert werden können und warum sich das lohnt
- technische Konzepte, Werkzeuge und Softwarelösungen zur Automation zielgerichtet auswählen und einsetzen
- typische manuelle Workflows systematisch zerlegen, modellieren und standardisieren
- eigene Automatisierungsvorhaben auf Basis praktischer Beispiele aus verschiedenen Branchen planen
- nachhaltige, fehlerarme und ressourcenschonende Workflows im Sinne der Green Analytical Chemistry gestalten
Programm
Warum automatisieren?
- Green Analytical Chemistry: Lösemittelreduktion, Abfallvermeidung, Miniaturisierung
- Fehlervermeidung durch Automation: Human Factors, Datenqualität, Vergleichbarkeit
- Effizienz und Produktivität steigern: Instrument duty cycle, Prep-ahead, Benchtop-Ansätze
Vom manuellen Prozess zum automatisierten Workflow
- Konzepte: Autosampler, Roboter, Cobots, Hyphenation
- Workflow-Design: Parallele Prozesse, Multiplexing, Beispiel FAME-Derivatisierung
- Softwareunterstützung: CHRONOS, Maestro, grafische Methodenerstellung
Module und Techniken im Überblick
- Liquid Handling & Aktive Module: Pipettieren, Mixen, Decapper, Barcode-Leser
- Passive Module & analytische Tools: Lagerung, SPE, SPME, Headspace, Thermodesorption
- Externe Systeme einbinden: Waage, UV/IR-Detektoren, LC-Anbindung
Praxisbeispiele mit Umsetzungstipps aus verschiedenen Anwendungsfeldern
- Lebensmittel, Umwelt, Wasser, Drogen, Pharma
- Micro-SPE, QuEChERS, Kalibrierkurven, LC-GC-Kopplung
- Interaktive Diskussion individueller Projekte
Referent
Das fanden Teilnehmende besonders gut:
Das direkte Ansprechen einzelner Personen hat sehr gut zur Interaktion aller beigetragen. Man konnte jederzeit Fragen stellen, die ausführlich beantwortet wurden.
Der Tag war super! Die Geschwindigkeit perfekt! Teamarbeit kam super an und alles konnte direkt umgesetzt werden.
Besonders gut war Interaktivität, persönlicher Austausch, motivierter und engagierter Referent!
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Annette Simons
Seminarbetreuung
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