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Auditoren-Training


Eckdaten der Veranstaltung


Auch als Inhouse-Seminar


Teil eines Weiterbildungsstudiengangs
  • Termin: von Montag, 13. November 2017 bis Mittwoch, 15. November 2017
  • Uhrzeit: Tag 1: 10:00-17:45, Tag 2: 09:00-17:30, Tag 3: 08:30-14:45
  • Teilnahmegebühr: 1.229,00 € zzgl. MwSt. (1.462,51 €)
  • Veranstaltungsort: Saarbrücken (Details siehe unten)
  • Veranstaltungscode: SAUD-0
Hinweis: Das Seminar kann auch als 2-tägige Veranstaltung gebucht werden in der Kombination Tag 1+2 oder Tag 2+3.
Bonus: Checklisten, Formblätter für Laboraudits

Zielgruppe

Qualitätsbeauftragte, Laborleiter und Labormitarbeiter, die zur Überprüfung der Wirksamkeit sowie zur Verbesserung Ihres QM-Systems oder bei Lieferanten bzw. Unterauftragnehmern Audits oder Inspektionen durchführen, z.B. im Zusammenhang mit Akkreditierung, Zertifizierung, GLP, GMP oder GCP

Lerninhalte

Am ersten Tag wird das „Handwerkszeug“ des Auditors vermittelt, wie z.B. Audittypen, Anforderungen an Auditoren und Planung, Durchführung und Auswertung eines Audits sowie Auditbericht. Am zweiten Tag wird die zwischenmenschliche Dimension des Audits behandelt, die oft mehr Konfliktpotential enthält als die rein fachlichen Aspekte. So werden psychologische Aspekte der Auditsituation, Rollenmuster und Motivationslage und kommunikative Aspekte besprochen. Der dritte Tag dient der praktischen Anwendung und Übung in Gruppenarbeiten und Rollenspielen zu typischen Auditsituationen.

Referent(en)

Dr. Roman Klinkner
(Diplom-Chemiker)
Herr Dr. Klinkner ist analytischer Chemiker. Nach 8-jähriger Tätigkeit als Laborleiter bei der Bayer AG hat er 1994 die Laborberatung Klinkner & Partner gegründet, deren geschäftsführender Gesellschafter er ist. Als Trainer, Berater und Auditor befasst er sich mit QM- und QS-Themen im Umfeld von ISO und GxP. Viele Jahre war er als Fach- und Systembegutachter der deutschen Akkreditierungsstelle Chemie (DACH) tätig. Seit 2008 ist er auch Dozent der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar) im berufsbegleitenden Masterstudiengang "Labor- und Qualitätsmanager/in" und seit 2014 Leiter eines Kalibrierlabors für Volumenmessgeräte.
Dr. Rosi Hoeppner
(Diplom-Chemikerin)
Frau Dr. Hoeppner ist kommunale Umwelt- und Qualitätsmanagement-Beauftragte der akkreditierten Laboratorien einer bundesdeutschen Großstadt. Sie hat in leitender Funktion Projekte zur Zertifizierung nach ISO 9001 und ISO 14001 sowie zur Akkreditierung nach ISO 17020 und ISO 17025 begleitet. Für die DAkkS ist sie als Fachbegutachterin tätig.

Programm

Tag 1: 13.11.2017 | Fachliches Audit-Grundwissen | Dr. Klinkner

Auditgrundlagen
  • Was ist das Ziel eines Audits?
  • Was ist der Unterschied zwischen Audit, Inspektion und Review?
  • Was fordern Normen?
  • Welche Funktion haben Audits im Verbesserungsprozess?
  • Welcher Auditaufwand ist sinnvoll?

Audittypen
  • Interne / externe Audits
  • Überwachungs-, Kunden- und Lieferantenaudits, System-, Prozess-, Verfahrens- und Produktaudits
  • Horizontale / vertikale Audits
  • Berichtaudits

Auswahl und Qualifikation von Auditoren
  • Anforderungen der DIN EN ISO 19011: persönliche Voraussetzungen, fachliche Qualifikation, Berufs- und QM-Erfahrung

Auditplanung und -vorbereitung
  • Auditjahresplan
  • Auditablaufplan
  • Auditchecklisten
  • Rollenverteilung im Auditteam
  • Wie häufig sind Audits nötig?
  • Wie lange sollen sie dauern? (mit Übungsbeispiel)

Auditdurchführung
  • Richtige Auditeröffnung
  • Tipps zum Auditablauf
  • Abweichungen feststellen und Maßnahmen vereinbaren
  • Verhaltensregeln
  • Protokollierung
  • Audit ohne Beanstandungen - Erfolg oder Misserfolg
  • Auditabbruch

Empfehlungen für Auditoren
  • Typische Fehler von Auditoren und ihre Vermeidung
  • Was muss ein Auditor tun und was darf er nicht tun?
  • Kritische Gesprächssituationen

Auditnachbereitung
  • Auditbericht
  • Feststellungen richtig formulieren
  • Bewertung von Abweichungen
  • Maßnahmen umsetzen und überwachen
  • Auditergebnisse objektivieren und quantifizieren
  • Einbringen der Auditergebnisse in die Management-Bewertung

Tag 2: 14.11.2017 | Psychologie und Kommunikation im Audit | Dr. Hoeppner

Psychologie im Audit
  • Analyse der Auditsituation
  • Persönlichkeits- und Kommunikationsmodelle und daraus ableitbare Verhaltensregeln für Auditoren
  • Transaktionsanalyse
  • Innere und äußere Motivatoren

Gesprächs- und Fragetechnik
  • Fragetechnik - das Handwerkszeug beim Audit
  • Einsatz offener und geschlossener Fragen
  • Verbale und non-verbale Kommunikation
  • Gesprächsphasen bewusst gestalten
  • Umgang mit schwierigen Gesprächspartnern

Teilnahme an einem Schnuppercoaching (60 min)

Akzeptanz und Motivation verbessern - Anwendung in der Praxis
  • Typische Auditsituationen
  • Vermeidung von Angst und Aggression
  • Verhalten in Konfliktsituationen
  • Auflösung von Blockaden
  • Diskussion realer Auditerfahrungen der Teilnehmer

Körpersprache für Auditoren
  • Bewusstmachung eigener und fremder Körpersprache
  • Gezielter Einsatz in der Kommunikation
  • Körpersprache als Ressource

Tag 3: 15.11.2017 | Praktische Umsetzung | Dr. Klinkner

Rollenspiele mit Videoanalyse

Aufbau der Auditcheckliste - Gruppenarbeit

  • Zum Thema "Struktur von Prüf- und Analysenvorschriften" soll eine Checkliste erstellt werden, die als Grundlage interner Audits zur Sicherstellung einer laborweit einheitlichen, transparenten und normkonformen Handhabung dienen soll.

Fallbeispiel 1: Vereinheitlichung von Analysenvorschriften
  • Im Rahmen der Etablierung eines QM-Systems sollen alle Prüf- und Analysenvorschriften einheitlich strukturiert werden. Dazu wurde eine Verfahrensanweisung erstellt, die alle Laborbereiche bis zu einem festgelegten Termin umsetzen sollten. Sie auditieren als interner Auditor einen Laborbereich, der dieser Aufforderung nur teilweise nachgekommen ist.

Fallbeispiel 2: Ursachenanalyse für eine Kundenreklamation
  • Ein langjähriger und wichtiger Kunde hat sich persönlich bei der Geschäftsführung beschwert. Sie sind QM-Beauftragter für das Labor und sollen in einem außerplanmäßigen Audit die Ursache aufklären und abstellen.

Fallbeispiel 3: Lieferantenaudit
  • Sie auditieren ein Softwarehaus, bei dem Sie bei erfolgreichem Auditverlauf eine Laborsoftware kaufen wollen. Da Ihre IT-Kenntnisse begrenzt sind, haben Sie einen Informatiker als Co-Auditor engagiert.

Abschlussdiskussion

Veranstaltungsort

Mercure Hotel Saarbrücken City

Hafenstraße 8
66111 Saarbrücken
+49 (0) 681 / 389 00
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