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Rechtssicherheit für Laborleiter


Eckdaten der Veranstaltung


Auch als Inhouse-Seminar


Teil eines Weiterbildungsstudiengangs
  • Termin: von Montag, 7. März 2016 bis Dienstag, 8. März 2016
  • Uhrzeit: Tag 1: 10:00-17:30, Tag 2: 08:30-16:00
  • Teilnahmegebühr: 889,00 € zzgl. MwSt. (1.057,91 €) (Teilnahmebedingungen)
  • Veranstaltungsort: Saarbrücken (Details siehe unten)
  • Veranstaltungscode: SJUR-0

Bonus: Jeder Seminarteilnehmer erhält eine BGI850 Prüfliste.

Wer sollte teilnehmen?

Laborleiter, Beauftragte und Delegationsempfänger, die mit Unternehmerpflichten betraut sind, sowie Vorgesetzte im Laborbereich, die für die Einhaltung der Gesetze und Verordnungen verantwortlich sind.

Was wird vermittelt?

Zum Berufsalltag von Laborleitern gehört neben den Tätigkeiten in Führung und Management das Einhalten und Überwachen von Vorschriften, Vorgaben und Rechtsnormen. Die Funktion des Laborleiters spielt eine zentrale Rolle, da er dafür Sorge trägt, dass in seinem Verantwortungsbereich Prozesse vorschriftsmäßig ablaufen. Tag 1: Es wird aufgezeigt, welche Regelungen vom Laborleiter umgesetzt werden müssen, in welcher Form und wo Handlungsspielräume bleiben. Dabei werden auch Fragen zur Haftung des Laborleiters sowie personal- und arbeitsrechtliche Aspekte erläutert. Tag 2: Was hat sich geändert und was wird sich in der Gesetzgebung ändern? Aufbau und Inhalt der Gefahrstoffverordnung, GHS/CLP Überblick, EU-Sicherheitsdatenblätter, Einstufung und Kennzeichnung nach GHS, Aufbau und Inhalt eines Gefahrstoffmanagements, Gefährdungsbeurteilung als Steuerelement des Gefahrstoffmanagements, gesetzlich geforderte Dokumentation mit Beispielen, Lagerung und Zusammenlagerung.

Referent(en)

Insa Boderius
(Diplom-Ingenieurin Chemie (FH))
Frau Boderius ist Hazardous Substances Manager bei der British American Tobacco (Germany) GmbH in Bayreuth. Sie ist Gefahrstoffbeauftragte mit langjähriger Erfahrung auf den Gebieten Analytik, Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Umweltrecht sowie interne Auditorin für Qualität und Umweltschutz. Sie verfügt über Erfahrungen bei der Einführung und Umsetzung der ISO 9001, der ISO 14001 sowie der BS OHSAS 18001.
Matthias Brombach
(Rechtsanwalt)
Herr Brombach ist Partner der teras Anwaltskanzlei Brombach Boghossian Kuhn & Partner in Saarbrücken. Er betreut international tätige Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie, Pharma sowie Anlagen- und Maschinenbau. Seine Schwerpunkte sind Haftungsrecht, Arbeitssicherheit und Vertragsgestaltung.

Programm

Tag 1: 07.03.2016  |  Brombach

Grundlagen für Nichtjuristen
  • Nationale und internationale Rechtsquellen und -hierarchien
  • Wichtige Rechtskategorien: Strafrecht, Zivilrecht und öffentliches Recht mit den dazugehörigen Gesetzen: BGB, StGB, VwGO

Regelwerke für Laborleiter

  • Unternehmerische Pflichten zwischen Strafrecht, Zivilrecht und öffentlichem Recht
  • Arbeitsschutzgesetz und Arbeitssicherheitsgesetz
  • Rechtsquellen: Gesetze, Verordnungen und technische Regelungen, Rechtsakte der Europäischen Union, etc.

Arbeitsrecht für Laborleiter
  • Was der Laborleiter über Arbeitsrecht wissen sollte
  • Stellung des Laborleiters im Betrieb - Arbeitnehmer oder Arbeitgeber? Einordnung nach Betriebsverfassungsgesetz
  • Der Laborleiter als leitender Angestellter
  • Arbeitnehmerpflichten und arbeitgeberähnliche Pflichten des Laborleiters, Abmahnungen, Kündigungen

Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit im Labor
  • Befähigte Person
  • Gefährdungsanalyse und Krisenmanagement
  • Unterrichtung und Unterweisung von Beschäftigten
  • Dokumentation von Unterweisungen

Produzenten- und Produkthaftung
  • Persönliche Haftung des Geschäftsführers, Laborleiters, Qualitätsmanagers
  • Risikoverteilung zwischen Lieferant und Produzent
  • Zivil- und strafrechtliche Verantwortung
  • Versicherungsschutz

Vertragsrecht und Haftung bei Labordienstleistungen
  • Vertragliche Grundlagen des Dienstleistungsvertrags
  • Fehler bei der Methodenentwicklung, -optimierung, -validierung vs Ausführungsfehler während der Analyse - vertragliche Haftungsfolgen
  • Vertragliche Absicherung als Prävention
  • Haftungsfreistellung

Tag 2: 07.03.2016  |  Boderius

Nationale Gesetze, Verordnungen und technische Regeln für Gefahrstoffe schreiben den Umgang mit Gefahrstoffen vor. Auf EU-Ebene sind die GHS/CLP- und die REACH-Verordnung in der Umsetzungsphase.
Damit der Arbeitgeber die Anforderungen, seine Mitarbeiter vor gesundheitlichen Schäden und die Umwelt zu schützen, erfüllen kann, sind diverse Maßnahmen durchzuführen.

Überblick über REACH
  • Welche Auswirkungen und Bedeutung hat REACH für den Laboralltag?
  • Welche Pflichten ergeben sich daraus?
  • Informationen in der Lieferkette
  • Anforderungen an das Sicherheitsdatenblatt
  • Pflicht zur Aufbewahrung von Informationen
  • Pflicht zur Plausibilitätsprüfung

GHS / CLP
  • Vorstellung der Grundlagen des europäischen GHS (auch im Vergleich zum "alten" Einstufungs- und Kennzeichnungssystem)
  • Änderungen in der Kennzeichnung und den Etiketten
  • Möglichkeiten der Erleichterung für die Laborkennzeichnung
  • Hilfsmittel zur Umsetzung
  • Diskussion und Erfahrungsaustausch

Rechtliche Anforderungen anhand der Gefahrstoffverordnung 2010 und den jeweiligen TRGS
  • Aufbau und Inhalte der neuen Gefahrstoffverordnung
  • Geltungsbereich, Begriffsbestimmungen, Gefahrstoffverzeichnis, Substitutionsprinzip
  • Aufhebung der Koppelung der Schutzstufen an die Kennzeichnung
  • Die Gefährdungsbeurteilung als Kernelement des Gefahrstoffmanagements
  • Allgemeine und besondere Schutzmaßnahmen
  • Schutzmaßnahmen und deren Wirksamkeit
  • Betriebliches Gefahrstoffmanagement praxisnah dargestellt
  • Brand- und Explosionsgefahren durch Gefahrstoffe
  • Notfallmanagement
  • Schulungen und Unterweisungen
  • Welche Dokumente müssen vorhanden sein? Aufbewahrungszeiten?
  • Hilfestellung für die Praxis, Tipps und Tricks, Hilfsquelle Internet

1. Praxisteil: Durchführung einer Plausibilitätsprüfung
  • Durchführung der gesetzlich verlangten Überprüfung von Sicherheitsdatenblättern

2. Praxisteil: Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung
  • Anwendungen der Möglichkeiten aus der DGUV Information 213-850 zur Erleichterung für das Labor

3. Praxisteil: Anforderungen an die Betriebsanweisungen
  • Inhalte der Laborordnung und Betriebsanweisung

Weitere Anforderungen

  • TRGS 526: Laboratorien, DGUV Information 213-850: Die neue Laborrichtlinie

Ausblick auf geplante gesetzliche Änderungen

Veranstaltungsort

Congresshalle Saarbrücken

Hafenstrasse 12
66111 Saarbrücken
+49 (0) 681 4180 0
Für weitere Informationen klicken Sie bitte die Karte an.

weitere Stichworte aus dem Inhalt

Arbeitsrecht, Arbeitsschutz, Beauftragte in Analytik und Labor, Betriebssicherheit, Datenschutz im Labor, Einhalten und Überwachen von Vorschriften im Labor, Gesetz, GPSG, integrierte Managementsysteme, Jura, juristische Themen im QM-System, juristische Themen in Analytik und Labor, juristisches Basiswissen, Laborleiter mit Unternehmerpflichten, lückenlos rückverfolgbare Datenerfassung, Maßnahmen zum Schutz von Mensch und Umwelt, Personalentwicklungsprozesse, Produkthaftung in Analytik und Labor, Produktsicherheit, REACH, Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals, Regelwerke, Normen, Verordnungen, Gesetze für Laborleiter, Risk Management, Umgang mit Grenzwerten, Umsetzung der Regelungen im Labor, Umwelthaftungsrecht, Umweltrecht, Verantwortungsbegrenzungsvertrag, Vorschrift, Vorgesetzte im Laborbereich, vorschriftsmäßige Prozessabläufe, Wirtschaftsrecht, Seminar, Weiterbildung

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