Montag, 20. August 2018

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Michael Auert

Michael Auert

Diplom-Chemiker

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Am 1. Juli 2018 tritt die neue Gebührenverordnung der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) in Kraft.
Auf den ersten Blick erscheint der Umstieg auf eine reine Zeit- bzw. Aufwandsabrechnung richtig und wie ein Beitrag für mehr Transparenz. Weiterhin weist die neue Gebührenordnung auch den Weg in eine entfristete Akkreditierung.

Allerdings befürchten Kritiker im Vorfeld unter anderem Verzögerungen im Akkreditierungsprozess und damit steigende Akkreditierungskosten. In einem Interview der Fachzeitschrift Laborpraxis stellt Anton Blöth vom Deutschen Verband Unabhängiger Prüflaboratorien (VUP) die Kritikpunkte im Einzelnen dar und fordert eine höhere Prozesseffizienz und Kostentransparenz.

Der VUP führte bei seinen Mitgliedern Anfang 2018 eine Umfrage zu den Prozessen der DAkkS durch. Hier ergaben sich erhebliche Kritikpunkte. Am stärksten kritisiert wurden Durchlaufzeiten, Rechnungswesen und Transparenz. Als Hauptproblem bei der neuen Verordnung wird gesehen, dass genau in diesen Punkten keine Verbesserung in Sicht ist. Künftig fehlen die Möglichkeiten und Vorgaben, den in Rechnung gestellten Arbeits- und Zeitaufwand der DAkkS nachvollziehen, kontrollieren oder gar eingrenzen zu können. In der aktuell noch gültigen Gebührenordnung gibt es noch Rahmen- und Pauschalsätze für bestimmte Akkreditierungstätigkeiten, die aus Kundensicht wesentlich besser abschätzbar sind.

Die größte Sorge der DAkkS-Kunden ist, dass die Prozesse sich in steigenden Akkreditierungskosten niederschlagen. Und das nicht zu Unrecht: Allein der Vergleich von bisherigen und zukünftigen Stundenverrechnungssätzen zeigt schon, dass sich die Akkreditierung in Deutschland erheblich verteuern wird. Praxisrelevante Abschätzungen für typische Akkreditierungstätigkeiten ergeben, dass alleine dafür Kostenerhöhungen von ca. 40 bis 100% für die Konformitätsbewertungsstellen drohen.

Dadurch ist zu befürchten, dass Konformitätsbewertungsstellen diese Kostensteigerungen nicht ausgleichen können. Als Folgen drohen eine Beeinflussung des Marktes und Nachteile deutscher Konformitätsbewertungsstellen im internationalen und europäischen Wettbewerb.
Letztendlich kann es sogar dazu führen, dass Laboratorien, die nicht zwingend auf eine Akkreditierung angewiesen sind, zukünftig auf diese komplett verzichten oder zumindest den Geltungsbereich ihrer Akkreditierung nur noch auf das Nötigste einschränken werden. Für das Akkreditierungswesen wäre das eine negative Entwicklung.

Um eine nachvollziehbare und eingrenzbare Aufgabenerfüllung durch die DAkkS zu gewährleisten, sind Sicherungsmechanismen bestehend aus Kalkulation, Kontrolle und inhaltlichen Vorgaben notwendig. Vor allem ist eine effizientere Gestaltung der Prozesse der DAkkS erforderlich. Das wird auch im Wirtschaftsministerium so gesehen. Als Maßnahme soll gemeinsam mit der DAkkS und den Verbänden ein Programm zur Stärkung von Transparenz, Effizienz und Kundenorientierung der DAkkS erarbeitet werden.

Gefordert werden insbesondere:
  1. Ein aussagekräftiger Kostenvoranschlag, in dem beschrieben wird, wann welche Arbeitsschritte der DAkkS geplant sind, um dem Kunden einen zeitlichen und damit kostenmäßigen Rahmen zu geben.
  2. Festschreibung von Grundsätzen und Kriterien zur Umfang, Tiefe und Frequenz von Begutachtungen.;
  3. Ein transparentes Controlling aller (auch administrativer) Akkreditierungstätigkeiten, um deren Plausibilität und Wirtschaftlichkeit zu dokumentieren.

Die DAkkS sollte sich ähnlich wie die Deutsche Bahn ein Pünktlichkeitsziel setzen und dies gegenüber den Kunden kommunizieren, denn es geht auch bei ihr auch um Termintreue, Transparenz und Tempo. In Zeiten einer neuen Gebührenordnung mit reiner Zeitabrechnung liegen diese Punkte verstärkt im Fokus.


Das komplette Interview finden Sie unter:

https://www.laborpraxis.vogel.de/labortechnik/articles/689374/

Quelle: Laborpraxis (03/2018)


Um Kosten einzusparen, ist auf jeden Fall eine gute Vorbereitung des Akkreditierungsprozesses notwendig. Damit erreichen Sie eine möglichst reibungsfreie und damit kostensparende Umsetzung der Vorgaben.
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