Sonntag, 15. September 2019
   
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Forum Laborbau 2019


Eckdaten der Veranstaltung



Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dr. heinekamp Labor- und Institutsplanung GmbH statt.

  • Termin: von Donnerstag, 26. September 2019 bis Freitag, 27. September 2019
  • Uhrzeit: Tag 1: 10:00 - 18:00, Tag 2: 09:30 - 16:15
  • Teilnahmegebühr: 899,00 € (1.069,81 € inkl. MwSt.)
  • Veranstaltungsort: Berlin (Details siehe unten)
  • Veranstaltungscode: FBAU-1



Zielgruppe

Das Forum richtet sich an Architekten, Laborbauer, Laborplaner, Betreiber, Nutzer, Techniker und Behördenvertreter, die sich über den neuesten Stand der Technik im Laborbau informieren und Planungsfehler sowie Zielkonflikte vermeiden wollen.

Lerninhalte

Die jährliche Veranstaltung kombiniert Vorträge aus verschiedenen Fachperspektiven mit der Begehung von Neubauten. Hauptthemen sind Konzepte, Planung und Realisierung von Laborbauten unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Anforderungen der Nutzer. Schwierigkeiten und Probleme werden angesprochen und ihre Lösung aufgezeigt.

Referent(en)

Sandra Irina Arendt
(Diplom-Betriebswirtin (FH), Immobilienökonom (ebs))
Vorsitzende der Geschäftsleitung der Niederlassung Soziale Infrastruktur Europa der HOCHTIEF PPP Solutions GmbH. Nach Abitur sowie Ausbildung zur Bankkauffrau studierte Frau Arendt in Bochum Wirtschaftswissenschaften und arbeitete zunächst im Finanzsektor, Bereich Immmobilienfinanzierung/Beteiligungsmodelle. Seit 1997 ist sie bei Hochtief tätig und hat den Bereich öffentlicher Hochbau neu aufgebaut, den sie seit 2001 leitet. Die Niederlassung Soziale Infrastruktur mit inzwischen über 45 Mitarbeitern ist innerhalb der HOCHTIEF PPP Solutions zuständig für Immobilienprojekte mit der öffentlichen Hand - Planen, Bauen, Finanzieren, Betreiben.
Norbert Buchholz
(Diplom-Verwaltungswirt)
Herr Buchholz ist seit 2004 im Landeslabor Brandenburg und nach der Fusion im Jahr 2009 im Landeslabor Berlin-Brandenburg als Leiter des Verwaltungsbereiches tätig. Seit 2013 ist er Leiter der Zentralen Dienste und Projektleiter für Neubau auf der Nutzerseite sowie zeitweise mit einer weiteren Leitungsfunktion (Direktor des LLBB) betraut.
Dr. Christoph Heinekamp
(Diplom-Chemiker)
Geschäftsführer der dr. heinekamp Labor- und Institutsplanung GmbH, Karlsfeld. Herr Dr. Heinekamp studierte an der Universität Paderborn Chemie. Danach war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der medizinischen Forschung tätig bei Prof. Dr. Schmitz in Münster und Regensburg. Ab 1992 arbeitete er als Projektleiter bei der Laborplanung Peuker-Kiefl und gründete 1996 mit der Übernahme von Peuker-Kiefl die dr. heinekamp Labor- und Institutsplanung.
Thomas Jedtke
(Diplom-Ingenieur FH)
Herr Jedtke studierte bis 1999 an der Technischen Fachhochschule Berlin Versorgungs- und Energietechnik. Nach dem Berufseinstieg in einem TGA- Planungsbüro wechselte er im Jahr 2000 ins Facility Management. Über verschiedene Stationen im Unternehmen eignete er sich die Erfahrungen und das Wissen der Immobilien im Lebenszyklus an. Als Lehrbeauftragter ist er an der Beuth Hochschule für Technik Berlin und der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin tätig. Herr Jedtke ist Vertriebsleiter Berlin - Brandenburg im Geschäftsbereich Efficient Facilities der SPIE GmbH.
André Klimt
(Diplom-Ingenieur)
Herr Klimt hat an der TU Dresden Bauingenieurwesen studiert. Seite 1996 arbeitet er bei HOCHTIEF Berlin zunächst als Bau- und Projektleiter, heute ist er als Oberbauleiter für die HOCHTIEF Infrastructure GmbH tätig. Seine Spezialkenntnisse liegen im Bereich Sanierung, Denkmalschutz, Laborbauten, Hotel, Brandschutz und Planungsleitung.
Eric Mertens
(Diplom-Ingenieur, Architekt)
Herr Mertens schloss sein Architekturstudium an der RWTH Aachen 1997 ab und wurde kurz darauf Büroleiter bei kister scheithauer gross architekten und stadtplaner in Köln. Seit 2008 ist er dort Geschäftsführer. Von 2007 bis 2009 war er Lehrbeauftragter am Lehrstuhl Grundlagen des Entwerfens und Gebäudekunde an der Bergischen Universität Wuppertal. Seit 2009 fungiert er als Auditor für „Das deutsche Gütesiegel für Nachhaltiges Bauen“ und ist seit 2010 Mitglied der Arbeitsgruppe zur Zertifizierung von Laborbauten. Projekte wie der Neubau für die DLR in Bremen, das Forschungsgebäude LION in Bremen oder das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg wurden seitens ksg unter seiner Leitung realisiert.
Michael Möller
(Diplom-Ingenieur)
Herr Möller ist seit 1993 Partner im Büro Sondermann+Möller GbR. Seit 1996 ist er staatl. anerkannter Sachverständiger für die Prüfung des Brandschutzes, Leiter derBrandschutzabteilung für große Sonderbauten in den Bereichen Klinkneubauten, OP-Zentren, Laborbau, Forschungseinrichtungen, Hochschulbau. Projektbeispiele: Laborerweiterung Zentrum für Klinische Forschung mit S3-Labor an der Ruhruniversität Bochum, Neubau ZEMOS an der Ruhruniversität Bochum, Nanotechnologiezentrum an der Universität Duisburg-Essen Campus Duisburg.
Mirko Zienteck
(Diplom-Ingenieur (FH), Architekt)
Herr Zienteck hat Architektur, Facility Management und Immobilienwirtschaft an der Fachhochschule in Oldenburg (Oldb.) studiert. Nach seinen Anfangsjahren in einem Oldenburger Architekturbüro wechselte er 2007 in die Projektsteuerung zum Beratungsunternehmen Ernst & Young/Prof. Weiss & Partner nach Berlin. Seit 2012 ist er bei der BIM im Bereich Portfoliomanagement tätig, wo er Projektleiter für Portfolioprojekte unterschiedlicher Größenordnungen ist. Beim Neubau des Landeslabores Berlin-Brandenburg (LLBB) am Standort Adlershof hat Herr Zienteck in der Umsetzungsphase die mieterseitige Projektleitung übernommen.

Programm

26. September 2019: Projektentstehung durch Totalunternehmer

10:00 Begrüßung
10:15 Herausforderungen und Erfolgsfaktoren aus Nutzersicht (Buchholz)
11:00 Kaffeepause
11:30 Herausforderungen und Umsetzung der Planung in einem Dialogwettbewerb (Mertens)
12:15 Flexibler Brandschutz und klare Brandfallmatrix (Möller)
13:00 Mittagspause
14:00 Flexible Laborplanung für spezifische Aufgaben ohne Nutzerrückkopplung
(Dr. Heinekamp)
14:45 Einteilung der Gruppen zur Besichtigung des Neubaus
15:00
Besichtigung Neubau Landeslabor Berlin-Brandenburg in Gruppen
Station I: Anlieferung und Probenannahme
Station II: Architektur
Station III: Sonderbereiche: Sensorik, Reinraum und Mikrobiologie
Station IV: Standardlabormodul
Station V: Technikzentrale
Station VI: Kaffeepause
18:00 Ende des ersten Veranstaltungstages
20:00 Abendveranstaltung

27. September 2019: Gebäudebetrieb mit TU

09:30 Projektabwicklung und Controlling für ein Investorenmodell (Zienteck)
10:15 Herausforderungen aus Sicht des Projektentwicklers (HOCHTIEF PPP Solutions GmbH) in der Angebots- und Umsetzungsphase (Arendt)
11:00 Kaffeepause
11:30 Wie verändern Strukturen die Arbeitsabläufe?
12:15 Aufgaben einer Betreibergesellschaft und Erfahrungen aus der Inbetriebnahme (Jedtke)
13:00 Mittagspause
14:30 Baurealisierung und systematische Inbetriebnahme (Klimt)
15:15 Wie macht BIM die Planung von Laborgebäuden besser? (Dr. Heinekamp)
16:15 Ende der Veranstaltung




Tag 1: 26.09.2019

10:00 Uhr: Begrüßung (Dr. Heinekamp)

10:15 Uhr: Herausforderungen und Erfolgsfaktoren aus Nutzersicht (Buchholz)
Der Nutzer muss Anforderungen definieren, ohne durch Vorgaben einzuschränken. Er muss neue Konzepte nachvollziehen, ohne sich damit intensiv beschäftigen zu können. Ein enormer Einsatz und Vertrauen in einen unbekannten Prozess wurde im LLBB vom Nutzer aufgebracht. Fragen richtig zu stellen und zu beantworten, ohne in einen echten Dialog zu treten, ist eine besondere Herausforderung. Für die Planungsphase ist ein sehr komprimierter Prozess für die Neustrukturierung und die Festlegungen zu treffen. Ein gutes Team und starke Nerven sind nur zwei Voraussetzungen für diese Aufgabe.

11:00 Uhr: Kaffeepause

11:30 Uhr: Herausforderungen und Umsetzung der Planung in einem Dialogwettbewerb (Mertens)
In einem Architektenwettbewerb wird eine Vision für eine Aufgabe vermittelt. Die Konzeption, die Idee und das Potential für eine gelungene Umsetzung der Aufgabe werden bewertet, um es danach in einem iterativen Prozess umzusetzen. Im Dialogwettbewerb ist die Konzeption in einer wirtschaftlichen Optimierung in einem Schritt umzusetzen. Die Genehmigung ist sicherzustellen, ohne alle Grundlagen klären zu können und die dafür erforderlichen Kosten sind fix zu definieren. Der Entwurfsansatz ist verbindlich, ein mutiger neuer Ansatz wird leicht falsch verstanden und das Projekt ist abgelehnt. In der Planung mit dem Nutzer müssen neue Strukturen erarbeitet werden. Der Architekt ist aber gleichzeitig beratender Planer und Umsetzungsgehilfe des Investors. Die sehr kurzen Planungsphasen mit parallelen Bauausführungen erfordern ein angepasstes Arbeiten. Der eigene Anspruch an die Arbeit und die Qualität der Architektur dürfen in der Projektabwicklung aber nicht geopfert werden.

12:15 Uhr: Flexibler Brandschutz und klare Brandfallmatrix (Möller)
Im Laborgebäude hat der Brandschutz eine besondere Bedeutung. Der Schutz der Mitarbeiter beim Umgang mit gefährlichen Stoffen und der Feuerwehr im Einsatz hat oberste Priorität, ohne die täglichen Arbeitsabläufe einzuengen und notwendige Anpassungen zu verhindern. Ein Spagat, der im LLBB sehr innovativ umgesetzt wurde. Die Brandfallmatrix ist die Blaupause, die das innovative Konzept in die Praxis umsetzt und den Störfall simuliert. Die Aufstellung und Umsetzung der Brandfallmatrix macht den Brandschutz praxistauglich.

13:00 Uhr: Mittagspause

14:00 Uhr: Flexible Laborplanung für spezifische Aufgaben ohne Nutzerrückkopplung (Dr. Heinekamp)
In einer normalen Projektabwicklung können die Anforderungen präzisiert und Planungskonzepte mit dem Nutzer und Bauherrn abgestimmt werden. Neue Konzepte können im Projekt gemeinsam entwickelt und schrittweise den besonderen Anforderungen angepasst werden. In einem Dialogwettbewerb sind keine direkten Abstimmungen möglich. Ein Abgleich mit der Aufgabenstellung muss erfolgen. Neue Konzepte sind ein großes Risiko, da sie nur bedingt erklärt und im Dialogwettbewerb angepasst werden können. Im Konzept müssen Antworten eingeplant werden, ohne die Fragen zu kennen. Die Investitionskosten sind fixiert und die Nutzeranforderungen müssen umgesetzt werden, ohne im Vorfeld die Details zu kennen. Ein Abgleich zwischen Soll und Ist stellt eine neue Herausforderung.

14:45 Uhr: Einteilung der Gruppen zur Besichtigung des Neubaus

15:00 Uhr: Besichtigung Neubau Landeslabor Berlin-Brandenburg in Gruppen
    Station I: Anlieferung und Probenannahme
    Station II: Architektur
    Station III: Sonderbereiche: Sensorik, Reinraum und Mikrobiologie
    Station IV: Standardlabormodul
    Station V: Technikzentrale
    Station VI: Kaffeepause

18:00 Uhr: Ende des ersten Veranstaltungstages

20:00 Uhr: Abendveranstaltung

Tag 2: 27.09.2019

09:30 Uhr: Projektabwicklung und Controlling für ein Investorenmodell (Zienteck)
In einer Projektpartnerschaft zwischen öffentlichen und privaten Partnern bestehen auf beiden Seiten sowohl die Rolle des Projektentwicklers als Projektinitiators, als auch die Rolle des Projektcontrollers, der die vertragskonforme und bedarfsgerechte Umsetzung gewährleisten muss. Dabei bestehen teilweise unterschiedlich gelagerte Sichtweisen und Zwänge, welche in einem gemeinsamen Projektziel münden müssen.

10:15 Uhr: Herausforderungen aus Sicht des Projektentwicklers (HOCHTIEF PPP Solutions GmbH) in der Angebots-und Umsetzungsphase (Arendt)
Der Projektentwickler ist für die wirtschaftliche Umsetzung und die Projektabwicklung verantwortlich. Gleichzeitig Bauherr, Finanzierungsgesellschaft/Investor, Vermieter und Betreiber der Immobilie zu sein ist eine Herausforderung für die Strukturierung der Vermietungsgesellschaft durch den Projektentwickler. Ein erfolgreiches Projekt zeigt, wie es geht und wo die Chancen und Risiken liegen.

11:00 Uhr: Kaffeepause

11:30 Uhr: Wie verändern Strukturen die Arbeitsabläufe? Erste Betriebserfahrungen im neuen Labor (NN Nutzer LLBB)
Die Nutzer des LLBB kamen aus alten Gebäuden, die durch Einzellabore geprägt waren. Im Neubau entstanden Laborlandschaften, die durch offene Strukturen geprägt sind. Eine Abgrenzung wird nur geschaffen, wenn es die Funktion erfordert. Die Büroarbeitsplätze wurden direkt vor dem Labor platziert. Die neuen Strukturen müssen vom Nutzer mit Leben erfüllt werden. Nach den ersten Monaten im neuen Gebäude zeigen sich die Unterschiede, Chancen und neuen Herausforderungen. Ein Zwischenstand, der aber den Besuchern einen interessanten Einblick in den Prozess liefert.

12:15 Uhr: Aufgaben einer Betreibergesellschaft und Erfahrungen aus der Inbetriebnahme (Jedtke)
In öffentlichen Projekten werden immer mehr Dienstleistungen auf einen externen Gebäudebetreiber übertragen. Daher muss insbesondere bei Laborgebäuden eine sinnvolle Abgrenzung zwischen Gebäudebetreiber und Laborbetrieb gefunden werden. Die zentrale Betriebstechnik muss in der Inbetriebnahmephase optimiert werden und die Verfügbarkeit gesichert sein. Die Erfahrungen aus der Inbetriebnahme und den ersten Betriebsmonaten geben einen Einblick in diese anspruchsvolle Aufgabe.

13:00 Uhr: Mittagspause

14:30 Uhr: Baurealisierung und systematische Inbetriebnahme (Klimt)
Der Generalübernehmer kann mit einer optimierten Bauabwicklung die Realisationszeit verkürzen. Die Planung beachtet direkt die Umsetzung auf der Baustelle in Bezug auf Realisierungszeit und wirtschaftlichste Bauweise. Vor dem Nutzereinzug ist ein voll funktionstüchtiges Gebäude zu übergeben, dadurch sind eine systematische Inbetriebnahme, Leistungsüberprüfungen und ein ausgiebiger Probebetrieb unabdingbar.

15:15 Uhr: Wie macht BIM die Planung von Laborgebäuden besser? (Dr. Heinekamp)
BIM ist nicht nur ein Werkzeug, sondern eine Arbeitsmethode. Durch den konsequenten Einsatz von BIM werden die Planung und die Entscheidungen besser. Mit praktischen Beispielen für Laborprojekte wird dieses aufgezeigt. Laborprojekte benötigen Standards im BIM Prozess. Die neusten Entwicklungen für IFC Standards im Laborbau sind ein zweiter Schwerpunkt des Vortrages.

16:15 Uhr: Ende der Veranstaltung


Hinweis für Architekten:

Das Forum Laborbau 2019 ist bei der Architektenkammer Rheinland-Pfalz bereits als Fortbildungsveranstaltung anerkannt: Es werden 11 Unterrichtsstunden angerechnet.
Bei der Architektenkammer Baden-Württemberg wird die Veranstaltung mit 7 Unterrichtsstunden anerkannt.
Die Teilnahmebestätigungen werden mit entsprechenden Hinweisen ausgestellt.


Kooperationspartner


dr. heinekamp Labor- und Institutsplanung GmbH

Medienpartner

analytik-de-logo
Laborpraxis
Vogel Communications Group GmbH & Co. KG

Veranstaltungsort

Landeslabor Berlin-Brandenburg

Rudower Chaussee 39
12489 Berlin
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